Interview mit Mildred von Lüttwitz von Ikhoba Textiles

Interview mit Mildred von Lüttwitz von Ikhoba Textiles

Liebe Mildi…. Kannst du dich kurz vorstellen und erzählen seit wann du Ikhoba betreibst?

Das ‘Ikhoba Projekt wurde 1983 auf der Farm Marburg im Distrikt Otjiwarongo in Namibia von meiner Mutter, Karin Kehrmann und ihren Schwestern, Heidi Lacheiner-Kuhn und Ute Maughan-Brown gegründet. Nach meinem Verbraucherwissenschafts Studium in Pretoria, bin ich wieder 2011 nach Windhoek gezogen und seit dem ein Teil des ‘Ikhoba Teams. Zusammen mit meiner Tante Heidi, entwickeln wir neue Produkte für unsere Jährliche "Christmas in July" Ausstellung. Heidi ist für die Produktion von den ‘Ikhoba Stickereien und Handarbeiten zuständig.

Die Produktion von Textilien findet in Swakopmund unter der Aufsicht von Heidi statt. Einmal im Monat fährt Heidi nach Otjiwarongo um die Stickerinnen zu treffen und ihnen neue Stoffe und Materialien zu liefern, und die Künstler für ihre Arbeit zu zahlen. Die Perlen- und Metalprodukte werden in Windhoek angefertigt. Meine Mutter Karin und ich treffen die Künstler einmal wöchentlich beim Namibia Arts & Crafts Center um die Arbeiten zu bezahlen und neue Projekte zu besprechen.

Wir haben 4 Läden in Swakopmund: ‘Ikhoba , Atelier Haus Hohenzollern, Summer Salt und Make Waves wo wir die Produkte von Ikhoba neben anderen Crafts aus Namibia, Südafrika und Kenya verkaufen. In Windhoek ist das ‘Ikhoba Projekt im Namibia Arts & Crafts Center zu finden.

 

 

Was hat dich damals inspiriert Ikhoba zu übernehmen?

Ich wollte gerne ein Teil von ‘Ikhoba sein da ich damit aufgewachsen bin, und ich gesehen habe wie meine Familie anderen Leuten mit dem Projekt helfen konnte. Das Projekt wurde gegründet um die wirtschaftliche Situation der Frauen und ihrer Familien, die auf der Farm lebten, zu verbessern. Heute leben ca. 300 Frauen und Männer verschiedener ethnischen Gruppen von ihrer Tätigkeit für das ‘Ikhoba Projekt. Ich hoffe, dass wir als Familie das ‘Ikhoba Projekt lange weiter führen können um weiterhin einen Unterschied in der Gemeinschaft zu leisten. Und vielleicht kann ich eines Tages das Projekt, zusammen mit der jüngeren ‘Lacheiner’ Generation übernehmen.

 

 

Was würdest du als die Highlights der letzten Jahre mit ‘Ikhoba beschreiben und welche Hürden gab es?

Das Highlight jedes Jahr ist ganz klar unsere “Christmas in July” Ausstellung. Für diese entwickeln wir, unter neuen Themen, neue Produkte in neuen Farben mit anderen Motiven. Das wirbelt Alles und Alle im ‘Ikhoba Team einmal im Jahr so richtig auf um einfach mal richtig kreativ zu werden und sich etwas neues zu überlegen. Neben der Corona Epidemie sind unsere üblichen Hürden Materialien für die Kunststücke zu erhalten. Stoffe und Garn für die Textilien sind in Namibia schwer zu finden und auch sehr teuer. Der Draht und die Perlen für unsere Perlenskulpturen ist auch teuer und oft bekommt man nicht die richtigen Grössen und Farben die man braucht. Das ‘Ikhoba Projekt bräuchte auch im Marketing und Social-Media Bereich einen Make-over, da meiner Tante, Mutter und mir nicht genug Zeit dafür bleibt. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass NAMSHOP einige unserer Artikel in Europa anbietet.

 

Was möchtest du gerne deinen Kunden in Europa mit auf den Weg geben?

Das ‘Ikhoba Projekt ist nun beinahe 40 Jahre alt und damit eines der ältesten Handcraft Projekte im südlichen Afrika. Wir als Familie sind sehr stolz auf die Errungenschaften und die Hürden, die das Projekt gemeistert hat. Wenn ihr ein Produkt von dem ‘Ikhoba Projekt kaufen, kauft ihr ein Stück Geschichte Namibias.

Mehr zu den tollen Kaffeekaspeltieren, Weihnachtsbaumschmuck and anderen Produkten von Ikhoba Textiles erfahrt ihr hier.

 



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